Lichttherapie, auch bekannt als Phototherapie oder Luxtherapie, bedeutet wörtlich Behandlung durch Licht. Man unterscheidet zwei Arten von Lichttherapien: diejenige, die durch die Haut geht (mittels ultravioletten oder Infrarotstrahlen), und diejenige, die durch die Augen geht. Uns interessiert Letztere.

Die Lichttherapie nutzt die therapeutischen Eigenschaften des Lichts (siehe Kapitel Rolle des Lichts) und findet Anwendung, wenn man keinen Zugang zu natürlichem Licht hat, sei es wegen des Zeitplans oder weil man in einer Region lebt, in der das Licht im Winter rar ist. Künstliches Licht bietet ein Lichtspektrum nahe dem von Sonnenlicht, ist aber aus Sicherheitsgründen völlig frei von ultravioletten Strahlen und Infrarotstrahlen.

Konkret besteht die Lichttherapie darin, die Augen einer Lichtquelle auszusetzen, die ein bestimmtes Spektrum und eine bestimmte Intensität über eine festgelegte Zeitdauer aufweist. Diese Lichtquelle ist in der Regel eine Lichttherapielampe. Diese kann alle Größen (von einem Wandpanel bis zu einer einfachen LED-Lampe) und alle Formen (von einer statischen Lampe bis zur Brille) haben.

Die Wirksamkeit einer Lichttherapiesitzung hängt hauptsächlich von drei Parametern ab:

1. Einwirkzeit: Um die Vorteile der Lichttherapie voll auszuschöpfen, empfiehlt es sich, die Sitzung nach dem Aufwachen durchzuführen, das heißt morgens für jemanden, der den ganzen Tag arbeitet. Eine Lichttherapiesitzung am Tag wird eine energetisierende Wirkung haben, vergleichbar mit der von Kaffee. Eine Sitzung am Abend wird für Menschen empfohlen, die nachts arbeiten.

2. Lichtspektrum: Es ist schon lange bewiesen, dass die Photorezeptoren besonders empfindlich auf den blauen Teil des Spektrums sind. Eine Lichttherapielampe, deren Spektrum mit  Blau angereichert wurde, erfordert eine geringere Intensität für die gleiche Wirksamkeit.

3. Lichtintensität: Die Lichtintensität, die in der Regel in Lux ausgedrückt wird und bei einem gegebenen Abstand gemessen wird, ist ein sehr wichtiger Parameter, den es beim Kauf eines Lichttherapiegeräts zu berücksichtigen gilt. Je stärker die Lichtquelle ist, desto kürzer wird die Sitzung für die gleiche Wirksamkeit sein.

Beispiel einer Lampe, die mit 30 cm Abstand aufgestellt wurde: 500 Lux = 2 Stunden; 10.000 Lux = 0,5 Stunden

Entdecken Sie die Vorteile der Lichttherapie,

mit Roland Pec, Schlafexperte und Chronotherapeut